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weibl. A: Erneut für die BW-Oberliga qualifiziert!

12.07.2019

Was für eine verrückte und erfolgreiche Zeit für die Handballerinnen der HSG Freiburg: Nach dem Bundesliga-Aufstieg der Red Sparrows und der Südbadischen Meisterschaft der D-Mädels haben sich nun zwei Teams der «Junior Sparrows» für die Baden-Württemberg-Oberliga 2019/2020 qualifziert.

Durch zwei Siege aus drei Partien erspielten sich die A-Mädels die Teilnahme an der höchsten Liga des Bundeslandes und machten es damit den B-Mädels nach, die sich bereits vor einigen Wochen die BWOL-Zugehörigkeit gesichert hatten.
Dabei waren die Voraussetzungen für eine neuerliche Qualifikation alles andere als gut. Da das Turnier kurzfristig um eine Woche vorverlegt und dadurch in den Pfingstferien ausgetragen wurde, konnte das Team des Trainergespanns Kathrin Disch und Antje Matschenz vor dem entscheidenden Termin zwei Wochen lang nicht trainieren, zudem fehlten mit Stammtorhüterin Artina Jusaj und Rückraumspielerin Luisa Welle urlaubsbedingt zwei wichtige Säulen. Kreisläuferin Eva Linkesch, die sich in der Vor-Qualifikation gegen Allensbach eine Handverletzung zugezogen hatte, musste ebenfalls passen, konnte aber immerhin von der Bank aus mitfiebern. Unterstützt durch drei B-Mädchen, die einige Wochen zuvor ebenfalls die Qualifikation für die BWOL feiern durften, reisten die Junior Sparrows der HSG Freiburg dennoch mit einem fast vollen Kader an. Und dieser war bei tropischen Temperaturen auch dringend nötig...

Um 10:00 Uhr ging es im ersten Spiel des Tages gegen den Bundesliga-Nachwuchs aus Waiblingen. Allen war klar, dass diese Partie eine entscheidende Bedeutung für den weiteren Verlauf der Quali haben würde. Entsprechend engagiert gingen die Junior Sparrows zu Werke und hatten den Gegner im ersten Durchgang weitestgehend im Griff. Lediglich beim 1:0 konnte Waiblingen vorlegen, dann nahmen die HSG-Mädels das Heft in die Hand. Die Abwehr ließ kaum etwas zu und nach Ballgewinnen ging es in Person von Linksaußen Ronja Rössel blitzschnell nach vorn. Maike Pieper und Vera Linkesch machten im Rückraum Druck und Luciana Villavicencio übernahm die Verantwortung vom Siebenmeterstrich, was nach knapp sieben Minuten eine 6:2-Führung bescherte. Waiblingen reagierte mit einer Auszeit und konnte den Rückstand in der Folgezeit verkürzen, weil die Junior Sparrows kurzzeitig etwas die letzte Konsequenz vermissen ließen und sich zu viele technische Fehler erlaubten. Zur Pause war der Abstand auf 8:7 geschrumpft, dennoch durfte man insgesamt mit dem Spiel und der Halbzeitführung zufrieden sein.

Zu Beginn der zweiten 15 Minuten konnten die HSG-Mädels den Vorsprung wieder auf 11:8 erhöhen, waren in ihren Aktionen aber längst nicht mehr so griffig wie zu Beginn der Partie. Besonders in der Abwehr fehlte der Zugriff, wofür sich Waiblingens Halblinke halbzeitübergreifend mit sechs Treffern innerhalb von knapp zehn Minuten herzlich bedankte und zum 12:12 ausglich (23. Min). Als der Gegner wenig später sogar in Führung ging, musste eine Auszeit her. Die Mädels bewiesen Nervenstärke, ihr gewachsenes Spielvermögen und hatten mit Alina Majcen jetzt die entscheidende Spielerin in ihren Reihen. Mit einem Steal, einem Assist und drei Treffern avancierte «Tiger», die bereits seit zwei Jahren zum Kader der Drittligamannschaft gehört, zum Matchwinner. Am Ende stand ein verdienter 18:14-Sieg zu Buche und damit eine ausgezeichnete Ausgangposition, um den für die Qualifikation nötigen zweiten Platz zu erreichen.

Nach einer 2-Spiele-Pause, in der man die beiden folgenden Kontrahenten TSG Ketsch und SG Ober-/Unterhausen beobachten konnte, wartete der Bundesliga-Nachwuchs aus Ketsch auf die HSG-Mädels. Die badischen Gastgeberinnen waren als klarer Favorit ins Turnier gestartet und hatten diese Annahme mit einem deutlichen Sieg in der ersten Partie gleich eindrucksvoll untermauert. Besonders das Tempospiel galt es zu unterbinden, was den Junior Sparrows im ersten Durchgang ausgezeichnet gelang. Die im Vergleich zum Auftaktmatch fast völlig veränderte Mannschaft, bei der unter anderem Neuzugang Hannah Mandery sowie die beiden B-Jugendlichen Nia Lebrecht und Mira Faßbinder in der Startformation standen, hatte zwar mit 0:2 keinen guten Start, konnte aber von Minute zu Minute besser Fuß fassen. Ein Dreierpack von Alina Majcen, ein Tempogegenstoß-Treffer von Rosa Weber sowie mehrere Glanzparaden von Neuzugang Amy Grießer brachten eine 4:2-Führung. Zur Pause hätte der Vorsprung durchaus 1-2 Tore betragen können, doch leider blieben nach dem 5:5-Zwischenstand ein Strafwurf sowie zwei Kontermöglichkeiten ungenutzt.

Auch der zweite Durchgang begann vielversprechend: Luci Villavicencio und Yara Schweizer, die jetzt die beiden Halbpositionen übernahmen, brachten die HSG mit 7:6 in Front. Dies sollte allerdings die letzte Führung des Spiels bleiben, ein 0:4-Lauf innerhalb von vier Minuten brachte die Gastgeberinnen auf die Siegerstraße, woran auch die inzwischen eingewechselte B-Jugend-Torhüterin Salome Kuß nichts ändern konnte. Am Ende stand eine 9:14-Niederlage zu Buche, bei der sich die Mannschaft aber bis auf eine kurze Schwächephase stark präsentierte.

Direkt im Anschluss stand das entscheidende Match gegen die SG Ober-/Unterhausen auf dem Plan. Obwohl die Württemberginnen bis dato noch punktlos dastanden, hatten sie im Turnierverlauf einige Stärken gezeigt, vor allem das Tempo sowie die Wurfgefahr aus dem Rückraum waren aufgefallen.
Trotz eindrücklicher Warnung durften sie diese Stärken in der ersten Hälfte auch allzu häufig unter Beweis stellen. Die HSG-Mädels lieferten ihre schwächste Abwehrleistung des Turniers ab, waren gegen die Einläufer im Umkehrspiel zu schlafmützig und gegen die Rückraumwerferinnen zu passiv. Einzig Amy Grießer und ihren Reflexen war es zu verdanken, dass die Anzahl der Gegentreffer nach 15 Minuten nicht bereits zweistellig war. Immerhin wussten die Sparrows im Angriff zu gefallen, alle sechs Feldspielerinnen konnten sich bis zur Pause in die Torschützenliste eintragen. Beim Stand von 9:8 ging es in die Kabine.

Nach dem Seitenwechsel zeigte die HSG dann ihr wahres Abwehrgesicht. In acht Minuten kassierten die Mädels nur zwei Gegentreffer, konnten ihrerseits dafür gleich sechsmal einnetzen und so einen scheinbar beruhigenden 15:10-Vorsprung herausspielen. Vor allem Antonia Krebs war im zweiten Durchgang «on fire»: Als die Bälle nun endlich den Weg auf die Außenposition fanden, war sie mit drei blitzsauberen Toren unter teilweise heftiger Bedrängnis, die zweimal mit einer zusätzlichen Zeitstrafe und einmal mit Siebenmeter geahndet wurde, erfolgreich. Ober-/Unterhausen reagierte auf den 5-Tore-Rückstand mit einer Abwehrumstellung auf eine 4:2-Formation, was die Freiburgerinnen kurzzeitig aus dem Tritt und den Gegner wieder bis auf drei Treffer heranbrachte. Als den Württemberginnen, die für die Qualifikation unbedingt einen Sieg gebraucht hätten, die Zeit davonlief und sie ihr Heil in einer offenen Manndeckung suchten, machte Luci Villavicencio mit einem Doppelpack den Deckel drauf.

Der 19:14-Erfolg brachte allerdings noch keine endgültige Sicherheit über die Qualifikation, denn bei einem Waiblinger Sieg gegen Ketsch hätte es zu einem Dreiervergleich kommen können. Die Gastgeberinnen fegten allerdings mit einer konzentrierten Leistung schnell die letzten Zweifel weg, machten mit einem hohen Sieg den souveränen Turniersieg klar und verschafften damit auch den Junior Sparrows die Gewissheit, dass sie zum zweiten Mal in Folge in der Baden-Württemberg-Oberliga antreten dürfen!

Damit fanden die erfolgreichsten Wochen der HSG-Geschichte ihren Abschluss. Mit der Meisterschaft in der 3. Liga, verbunden mit dem erstmaligen Aufstieg in die 2. Bundesliga, hatten die Red Sparrows im April (bezeichnenderweise ebenfalls in Ketsch) den größten Erfolg der Vereinsgeschichte gefeiert. Kurz darauf folgte der Südbadische Meistertitel der D-Mädels und nun in kurzer Folge die Qualifikation der B- und A-Mädels für die Baden-Württemberg-Oberliga. Zum perfekten Frühjahr hat nur ein Tick gefehlt: Die A-Jungs verpassten als Underdog nur knapp die Qualifikation für die Jugend-Bundesliga, dürfen sich dafür aber wohl in der Südbadenliga Hoffnungen im Kampf um die Meisterschaft machen. Die HSG Freiburg unterstreicht damit einmal mehr ihre starke Jugendarbeit und freut sich auf viele hochklassige Handballspiele in der Saison 2019/2020!

Für die HSG Freiburg spielten:
Amy Grießer, Salome Kuß (beide im Tor); Yara Schweizer (4), Vera Linkesch (5), Antonia Krebs (3), Mira Faßbinder, Ronja Rössel (3), Maike Pieper (6), Nia Lebrecht, Luciana Villavicencio (9/2), Rosa Weber (1), Alina Majcen (15/6), Hannah Mandery.


(Von: Antje Matschenz) | 12.07.2019, 08:00

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